Die Geschichte der Parfümerie

Von den Anfängen bis ins dritte Jahrtausend.

Per Fumum, heißt durch Rauch und so schickten die Menschen schon zu Urzeiten Ihre Gebete zum Himmel. Sie verbrannten wohlriechende Kräuter und Pflanzen, um den Göttern näher zu sein und das schon 5000 Jahre vor Christi Geburt. Somit kann man wohl guten Gewissens sagen das unser heutiges Parfüm einen göttlichen Anfang hat.

Die alten Griechen erkannten als erstes das man mit Düften auch heilen kann. Sie verschrieben für Krankheiten parfümierte Massagen und Bäder.

In Rom dagegen wurden wahre Duftorgien gefeiert, es gab dort kaum Gegenstände, in den reichen kreisen, die nicht wohlriechend parfümiert waren. Auch Kleopatra war den Düften verfallen. Sie ließ die Segel Ihres Schiffes mit Ihrem Lieblingsduft bestreichen, wenn Sie über den Nil fuhr. Nero verbrauchte für die Totenfeier seiner Frau Poppaea mehr Weihrauch als Arabien in 10 Jahren produzieren konnte.

Nach einen herben Rückschlag im Mittelalter, wo es nicht als redlich galt sich zu parfümieren, kam mit den Kreuzrittern, die Lust an den schönen Düften des Orients zurück.

In den Zeiten der Cholera und der Pest wurden Krankenzimmer mit Wacholder und Rosmarin ausgeräuchert. Man erkannte die hygienische Wirkung dieser Duftstoffe.

Die Araber hatten den Lavendel nach Spanien gebracht und von hier aus gelangte er in das Mekka der Handschuhmacher, nach Frankreich in die Stadt Grasse. Grasse wird bis heute die Parfümhauptstadt der Welt genannt.

Zu den Zeiten Ludwigs 14. dem Sonnengott, hielt man von Hygiene recht wenig, aber es wurde alles mit schweren Düften parfümiert, Kleidung, Möbel, Perücken, ja sogar der Atem.

Erst im 18. Jahrhundert nahm die Hygiene wieder zu und die Düfte wurden wieder leichter. Madame Pompadour und Marie Antoinette mochten diese leichten blumigen oder auch fruchtigen Düfte. Zum Beispiel das Eau de Portugal, was aus Orangen, Rosen, Zitrone und Bergamotte bestand.

Der Anfang der modernen Parfümerie

Jean Marie Farina erschuf 1714 das Kölnisch Wasser. Das war der Grundstein der modernen Parfümerie. Das Eau de Cologne war im 1800 Jahrhundert der Duft der Höfe. Sprach man damals von Eau de Cologne / Kölnisch Wasser meinte man den Duft von Jean Marie Farina.

Am Ende des 18. Jahrhunderts und im 19. Jahrhundert kamen dann die ersten Namen großer Parfümeure, wie Mülhens, Guerlain, Lubin, Molinard, Houbigant. Zum Ende des 19. Jahrhunderts erfand man die Duftzerstäuber (Vaporisateur) und von nun an wurden die Parfüme in Flakons verkauft. Somit wurde das Parfümieren einfacher.

Der Parfümeur Coty führt  am Anfang des Jahrhunderts die Glaskunst von Lalique mit seinen Düften zusammen, dadurch werden die Parfüme zu Luxus. Die großen Klassiker die wir bis heute so lieben wurden Anfang des 20. Jahrhunderts kreiert. Shalimar, Jicky, Mitsouko von Guerlain. Auch die Tradition das Designer auch Parfüme in Ihrem Sortiment anbieten wurde mit Coco Chanel, Chanel No 5, Jean Patou, Joy und Jeanne Lanvin Apege geboren.

Nach der Weltwirtschaftskrise, dem zweiten Weltkrieg und dem Holocaust, stellt der Designer Christian Dior in Paris den New Look vor, was eine neue Zeit ankündigt. Sein erstes Parfüm Miss Dior (1947) wurde in einer sehr teuren Baccarat Amphore angeboten. Von nun an waren die Düfte nicht nur den Reichen und Adligen vorbehalten und eroberten die breiten Schichten der Bevölkerung. !952 führte die bis dahin nur auf dem Kosmetik Markt tätige Estee Lauder ihr erstes Parfüm Youth Drew ein. Dieser balsamische und exotische Duft sollte das neue Lebensgefühl der modernen rau unterstützen. In den goldenen 50. Jahren entstand auch das erste Eau de Toilette für den Herrn.

Die 60. Jahre wurden von der Hippie Kultur sehr beeinflusst. Essenzen wie Moschus, Patchouli, Zitrone und Kräuter waren plötzlich angesagt. Christian Dior eroberte 1966 die Männerwelt mit seinem Duft Eau Savage.

!970 setzte Yves Saint Laurent mit seinem extravaganten Duft Opium neue Maßstäbe. 1978 setzte auch Karl Lagerfeld mit seinem Herrenduft Lagerfeld Classic neue Zeichen.

Die 80. Jahre kamen mit großen üppigen und opulenten Düften, wie Poison von Christian Dior oder Obsession von Calvin Klein daher.

In den 90er begann wieder eine neue Ära, die Düfte wurden leichter und hafteten nicht mehr so lange auf der Haut wie die der 80er. Issy Miyake L'Eau d'Issey  Zudem wurden die ersten Unisexdüfte für Sie und Ihn wie Calvin Klein Be oder CK One populär.

Der Trend zu den leichteren Düften hat sich insgesamt bis heute gehalten. Aber was wird uns das dritte Jahrtausend bringen. Düfte die uns mit neuen Essenzen überraschen werden. Der Kreativität der Parfümeure werden ja kaum noch Grenzen gesetzt. Und wir dürfen uns auf die neuen Düfte zum Wohlfühlen und verlieben freuen.